Kunst am Bau – HSG St. Gallen – UNISG

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«In ihrer Installation Himmel und Hölle adressiert Nicole Tolle ein sonst weitgehend tabuisiertes Thema in der Kunst, und zwar die Ambivalenz des Finanzmarktes. Geld war zwar nicht häufig, aber doch wiederkehrend ein künstlerisch bearbeitetes Thema, und dies besonders und naheliegenderweise vor dem Hintergrund kapitalismuskritischer Überlegungen…»

Cathérine Hug, Kunstkommission HSG (Kunsthistorikerin & Kuratorin Kunstmuseum Zürich)

Kunst am Bau – Atelierhaus

Himmel und Hölle – Wegelinfall

Himmel & Hölle ist entstanden durch gesammelte Presseartikel im Wegelin-Fall 2012. Dabei blickt man manchmal in den Himmel und manchmal in die Hölle, wenn es um das Thema Geld geht. Die Faltobjekte der Installation sind alle entstanden durch eine (geometrische) Sonderform eines Rechtsecks. Das Quadrat als Sonderform des Rechtecks bildete meine Ausgangsbasis in der Falttechnik. Verfolgt im bunten Spiel der Wahrnehmung, bleibt einem das eine oder andere verschlossen oder wird offener erkennbar. Die Wahrnehmung erschliesst sich nicht immer allen gleich, vor allem wenn man selbst davon betroffen ist. Die reflektive Gestaltungspraxis regt an, der Wahrheit und der Gerechtigkeit im Wandel der Zeit nachzuspüren. Die gewählten Farben werden mit der Gestaltung von Schweizer Banknoten assoziiert. Installation Himmel und Hölle thematisiert über einer Treppe den Abgang der Bank Wegelin & Co. Privatbankiers.  Dabei verschränken sich verschiedene Sichtweisen in gefalzten Bedeutungsräumen durch Transformation in eine Origamiform.